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Soju Bar eröffnet in der Alten Gasse
 

Auf und Zu

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Koreanischer wird's nicht

Foto: Shutterstock/me Darat
Foto: Shutterstock/me Darat
In der City hat am 29. Oktober die Soju Bar eröffnet. Das kleine Lokal verfolgt ein koreanisches Bar-Konzept mit Soju und dazugehörigen Anju – es gibt also Schnaps und landestypische Klassiker wie Bossam, Bibimbap und Bulgogi.
Soju ist ein klarer Schnaps – und Inbegriff koreanischer Trinkkultur. Und da man in Korea nicht trinkt ohne zu essen, gibt es in der brandneuen Soju Bar in der Alten Gasse außer diversen Soju-Variationen, Bier und Cocktails eine ordentliche Anju-Auswahl. Als Anju werden alle Arten von Speisen bezeichnet, die zu alkoholischen Getränken, vor allem zu Soju gegessen werden. Wir reden aber nicht von Salzgebäck und Nüsschen. Die Karte führt im Grunde alles, wofür die koreanische Küche bekannt ist und noch etwas mehr, nämliche Sushi, Bento-Boxen und Sashimi vom Lachs und Thunfisch. Das Know-how hierfür bringen Geschäftsführerin Sabira Eyvazova und die Inhaber aus dem Koogi im Maintaunus Zentrum mit. Eyvazova fing dort als Kellnerin an und betreibt nun für die Koogi-Inhaber die Soju Bar mit neuem Gastro-Konzept.

Das Kultgetränk

„Der Fokus liegt auf der Bar und dem Kultgetränk“, betont Eyvazova und meint damit Soju, der meist aus Reis, Weizen oder Gerste gebrannt wird. Noch nie von Soju gehört? Eigentlich verwunderlich. Nicht nur weil ihn der koreanische K-Pop-Superstar Psy Soju in bittersüßem Ernst mehrfach als „seinen besten Freund“ bezeichnet hat, sondern weil einer der globalen marktführenden Spirituosen-Hersteller, nämlich Jinro aus Südkorea, sein Imperium vor allem auf einem Produkt aufgebaut hat – und zwar Soju. Der Absatzmarkt weltweit ist riesig und am größten in Korea, wo der Pro-Kopf-Alkoholkonsum laut WHO im letzten Jahrzehnt zeitweise der weltweit höchste war.

Die Soju Bar hat sich dem Marktführer verschrieben und alle gängigen Varianten von Jinro Soju auf der Karte. Es gibt Erdbeere, Apfel, Pflaume, Traube, Grapefruit, „fresh“ und natürlich das „Original“. Aber wie gesagt: Kein trinken ohne Essen. „Unser Koch ist Koreaner und unsere koreanische Kunden sind sehr zufrieden mit seiner Arbeit“, freut sich Eyvazova und erläutert weiter: „Koreanisches Essen wird generell immer beliebter. Wir wollte etwas spezielleres bieten, ohne Ethno-Kitsch. Etwas das vor allem ein junges Publikum anspricht, das gerne ausgeht. Deshalb das Bar-Konzept. Und koreanische Küche ist einfach sehr gemeinschaftlich. Man teilt. Bestellt verschiedene Anju. Alles kommt in die Mitte.“ Das macht Spaß, ist in Zeiten von Corona aber auch schwieriger zu organisieren. Mit dem richtigen Hygienekonzept geht jedoch auch das.

Von der Neueröffnung in den Lockdown

Ab diesem Montag den 2. November stellt sich die Frage nach dem richtigen Hygienekonzept für Eyvazova und viele andere Betriebe vorerst nicht mehr. Nach den Beschlüssen vom 28. Oktober sind bis Ende November alle gastronomischen Betriebe geschlossen. Nur To-Go oder Lieferservice ist erlaubt. Für gerade neueröffnete Betriebe wie die Soju Bar ist das natürlich bitter. Zum Glück eignet sich der Großteil der Gerichte im Soju für das Take-away- und Liefer-Geschäft. „Das ist natürlich alles sehr ärgerlich, aber wir werden weiterhin mit einem To-Go-Angebot geöffnet haben. Und wir arbeiten an einem Lieferdienst“, versichert Eyvazova.

Das Bar-Konzept beleibt dabei leider etwas auf der Strecke. Für das richtige Soju-Bar-Feeling zu Hause hat Eyvazova jedoch eine Empfehlung: die Nr. 11, Bossam (knusprige Schweinebauchstreifen mit Kimchi, Knoblauch und Chinakohl), natürlich Soju und ein Bier. Denn auch wenn Soju in Korea meistens pur genossen wird, sollte man einen weiteren populären Klassiker nicht verpassen: Somaek, das koreanischen Herrengedeck, also ein Bier mit Schuss. Koreanischer wird's nicht!

Soju Bar, Alte Gasse 26, Innenstadt, 069/83046038, Di-Sa 12-15 und 17.30-23, So 17.30-23 Uhr, Mo Ruhetag
 
30. Oktober 2020, 11.44 Uhr
Sebastian Schellhaas
 
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