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Neuer Unverpackt-Laden eröffnet
 

Auf und Zu

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„Komm wir gehen ulfen“

Foto: ULF
Foto: ULF
Gut vier Monate ist es her, dass in Bockenheim der Unverpackt-Laden gramm.genau eröffnet hat. In etwa einem Monat wollen Claudia Nauth und Matthias Krämer mit ULF eine weitere Verpackungs-freie Einkaufsmöglichkeit schaffen.
Bei sich selbst anfangen – das ist das Motto von Claudia Nauth und Matthias Krämer und so haben die beiden vor gut eineinhalb Jahren begonnen, ihren Plastikkonsum zu verringern. Was als einmonatiger Selbsttest begann, hat sich nun zu einer kompletten Lebenseinstellung gewandelt. „Es war erst sehr frustrierend, denn wenn man genau darauf achtet, versteckt sich fast überall Plastik - nicht nur bei Lebensmitteln.“ Doch mit der Zeit sei es den beiden immer leichter gefallen, inzwischen haben sie ihren Plastikverbrauch auf ein Minimum reduziert. „Wir glauben, dass das der richtige Weg für uns alle ist“ erzählt Claudia Nauth weiter und so hat sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten beschlossen, einen Unverpackt-Laden zu eröffnen.

Doch missionieren wollen die beiden, die zuvor das Café Grau in Frankfurt Höchst betrieben haben, nicht. „Wir wollen keinem unsere Einstellung aufzwingen, sondern eher Optionen aufzeigen und Möglichkeiten bieten.“ Ihre Erfahrungen aus den letzten Monaten wollen sie nun in den Laden einfließen lassen. „Unverpackt einkaufen ist in Frankfurt oft noch mit Aufwand und weiten Wegen verbunden, das wollen wir ändern“, erzählt Nauth. Und gerade für letztere Problematik haben sie inzwischen die passenden Räumlichkeiten gefunden: In einem ehemaligen Souvenir-Laden, mitten in der Neuen Altstadt an der Ecke zum Pfarrturm und der Saalgasse. Denn durch die zentrale Lage fällt der weite Anfahrtsweg für viele also schon mal weg. Mit der Lage einher geht auch die Nähe zu Kleinmarkthalle und zahlreichen Wochenmärkten wie beispielsweise dem Erzeugermarkt, der immer Donnerstags und Samstags stattfindet. Dort können viele frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse bereits plastikfrei eingekauft werden. Dementsprechend wollen die beiden bei ihrem Sortiment vor allem auf Trockenware setzen. Neben Lebensmitteln wie Nudeln, Mehl und Gewürzen sind darunter auch Haushaltswaren und Pflegeprodukte wie Waschmittel, Zahnbürsten und Toilettenpapier. „Wir stehen zu 100 Prozent hinter unserem Sortiment. Wir verkaufen nur das, was wir selbst gut und sinnvoll finden“, so Krämer. Ein Grund, warum auch auf jeden Fall Süßigkeiten wie Gummibärchen und Bruchschokolade zu finden sein werden.

Auch die Lage, die viele Touristen mit sich bringt, wolle man ins Angebot mit einbeziehen. „Wir können uns gut vorstellen ganze Reise-Sets anzubieten. Von der Zahnbürste über Zahnputz-Tabletten ist dann alles drin, was man unterwegs braucht“.

Die Umbau- und Renovierungsarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Eröffnen wollen die beiden am liebsten so schnell wie möglich. Wenn alles gut geht, kann das Mitte Juli passieren. Der Name Ulf stehe dabei für eine Abkürzung für „Unverpackt Laden Frankfurt“. Ursprünglich nur der Einfachheit halber entstanden, sei es quasi zum Selbstläufer geworden. Ob sich „Komm wir gehen ulfen“ bald im Frankfurter Stadtgespräch etabliert, wird sich zeigen.

ULF – Unverpackt-Laden Frankfurt, Innenstadt, Zum Pfarrturm 5
 
11. Juni 2019, 10.24 Uhr
Sina Eichhorn
 
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