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Mr. Peppers in Darmstadt
 

Auf und Zu

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Nicht nur für Whisky-Fans

Foto: Paul Gimbel
Foto: Paul Gimbel
Als Whisky-Koch ist Chris Pepper seit zehn Jahren eine Institution in Darmstadt. Aus den regelmäßigen Dinner-Abenden hat er gemeinsam mit seiner Frau Marion nun ein Restaurant entwickelt.
„Man muss keinen Whisky trinken“, erklärt Marion Pepper gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Zuletzt drehte sich in ihrem Berufsleben alles um das Lebenswasser. Seit zehn Jahren betreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann Chris das Unternehmen Whiskykoch. „Wir kochen nicht mit Whisky, wir kochen zum Whisky“ lautet das Motto. Bisher setzten sie dies bei einzelnen Dinnerabenden oder Kochkursen um. In diesem Jahr haben sie aus dem Konzept ein Restaurant gemacht. „Die Leute haben so oft nachgefragt, ob sie nicht auch einfach mal so zum Essen vorbeikommen können“, berichtet Marion Pepper. „Im November 2016 hatten wir den ersten Testlauf gemacht und eine Woche lang ein Restaurant im Laden betrieben.“ Der Testlauf ist geglückt, danach wurde renoviert.





Im rechten Teil ihres Whisky-Ladens sind die knapp 500 Flaschen nun etwas dichter zusammengerückt. Dafür schaut der linke Teil nun aus wie ein schottisches Gasthaus. Zwei Menüs stehen auf der Karte, die saisonal wechseln. Die einzelnen Gänge sind jeweils von den Aromen eines Whiskys abgeleitet. So kocht Chris Pepper zu dem wachsigen Stronachie-Whisky mit Honig und Vanillenoten einen honig glasierten Spargel mit vanillierter Hähnchenbrust. Der kräftige Maximum Peat aus Islay mit seinen starken Torfnoten braucht dagegen Rumpsteak-Medaillons im Speckmantel. „Der hat Wumms, da braucht es kräftiges Fleisch“, erklärt Marion Pepper. Genauso wie jedes Gericht ohne Whisky geordert werden kann, gibt es auch zu jedem Gang eine vegetarische Variante ohne Fleisch.

Für Chris Pepper ist es eine Rückkehr in die Restaurantküche. Der gebürtige Engländer war zehn Jahre lang Küchenchef des Restaurant Pichler in Mühltal, bevor er voll in das Whisky-Geschäft einstieg. „Ich koche nicht speziell englisch, schottisch oder folge sonst einer Stilrichtung. Nein, ich koche genau das, was mir die Aromen der Whiskies zuflüstern. Ich übersetze deren Aromen auf dem Teller“ lautet seine Philosophie. Man muss keinen Whisky trinken. Aber mit den Peppers kann man es auf jeden Fall ganz gut. Über 50 offene Flaschen stehen im Mr. Pepper’s bereit – und jetzt gibt es auch noch jeden Abend Essen dazu.

Mr. Pepper’s, Darmstadt, Weinbergstraße 2, Tel.: 06151/9696886, Mi–Sa 18–23 Uhr



27. April 2018
Jan Paul Stich
 
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