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Monza eröffnet auf der Schweizer Straße
 

Auf und Zu

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Italienischer Kaffee ist ihre Leidenschaft

Foto: OliOptic
Foto: OliOptic
Ein Stück Italien in Sachsenhausen: Auf der Schweizer Straße hat Mitte Juni die Monza Caffè & Bar mit original italienischen Kaffeebohnen und einer authentischen Einrichtung eröffnet.
Mit 18 Jahren entdeckte Marco Siciliano seine Leidenschaft für Kaffee, im Jahr 2014 traf er dann auf Raphael Banzhaf. Aus Freunden wurden Geschäftspartner, die gemeinsam das Kaffee-Unternehmen Italian Beans führen, das Bohnen aus sechs italienischen Städten von Norden nach Süden bezieht. Und je weiter es Richtung Süden geht, desto stärker sind die Bohnen. Ihre Kaffeesorten, die aus Mailand, Florenz, Rom, Neapel, Bari und Palermo stammen, werden von kleinen, familiengeführten Betrieben produziert. 2018 konnten sie bei Edeka Foodstarter überzeugen, seitdem werden ihre Bohnen in rund zehn Edeka-Filialen in Deutschland angeboten.

Vor kurzem stand für die beiden Frankfurter der nächste große Schritt an: Die eigene Café Bar im authentisch italienischen Stil. „Wir sind durch ganz Italien gereist und haben uns sehr viele Cafés angesehen, um uns von der Einrichtung inspirieren zu lassen.“, sagt Siciliano, dessen Vater aus Neapel stammt. Die Location für das Monza auf der Schweizer Straße stellte sich als Glücksgriff mit verborgenen Schätzen heraus: Nach Entfernung der abgehängten Decke maß der Laden auf der Schweizer Straße, in dem sich vorher das Na Na befand, eine Raumhöhe von 4,50 Meter. Hinter der Wandverkleidung kamen deckenhohe Rollläden zum Vorschein, die um die 100 Jahre alt sein sollen. Nach Komplikationen mit dem Umzug des Na Na – ein Brand verzögerte den Umzug in das Ladenlokal direkt nebenan – konnten Siciliano und Banzhaf ihr Café am 17. Juni endlich eröffnen, nachdem sie zwei Tage zuvor auf dem Schweizer Straßenfest einen Kaffee-Vorgeschmack auf das Monza gaben.

Mittlerweile bieten sie in ihrer Café Bar auch einige italienische Kleinigkeiten an. „Wir waren des Öfteren mit Italien Beans auf der Land und Genuss Messe vertreten, und die Leute waren immer begeistert von unseren kleinen italienischen Gerichten. Daher kam die Idee, diese auch im Monza anzubieten“, sagt Siciliano. So werden dort unterschiedliche Panini mit beispielsweise Büffelmozzarella aus Neapel angeboten, zudem bald süße Sachen wie Cannoli. Neben Kaffee gibt es Wein, das italienische Bier Moretti sowie italienischen Gin und Sambuca mit Safran. Momentan ist Siciliano hauptberuflich noch als Software-Entwickler tätig, Banzhaf ist Grafikdesigner, sodass sie auch die Webseite und das Branding in Eigenregie machen konnten. Mittlerweile haben sie ihren Bohnenvertrieb namentlich angepasst, der jetzt unter dem Namen Monza Coffee läuft.

Obwohl das Monza erst seit kurzem geöffnet hat, entdeckt Siciliano schon die ersten Stammgäste. „Das wird hier gerade zu einem kleinen Hotspot im Viertel. Letztens standen 50 Gäste alleine draußen an den Stehtischen. Manche meinen, dass sie sich fühlen als wären sie in Italien“, sagt der Inhaber. Zudem können Stammgäste über die Frankfurter App Mankido bei Monza Treuepunkte sammeln. Siciliano und Banzhaf würden in Zukunft gerne noch weitere Filialen in Wiesbaden, Bad Homburg oder generell im Speckgürtel von Frankfurt eröffnen, etwas Festes ist aber noch nicht geplant. „Man muss ja auch erst mal eine passende Location finden.“, sagt Siciliano. Ihrem authentisch italienischem Einrichtungsstil wollen sie aber in jedem Fall treu bleiben. Dann kann sich Siciliano auch vorstellen, komplett ins Café-Geschäft umzusatteln.

Monza Caffè & Bar, Sachsenhausen, Schweizer Straße 73, Tel. 76065757, Mo–Do 9–21, Fr 9–24, Sa 11–24, So 11–21 Uhr
1. Juli 2019
jwe
 
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