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Comeback auf 140 Metern Höhe
 
Auf und Zu
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Großtante Franziska auf dem Henninger Turm
Foto: CC BY-SA 4.0 Dontworry
Foto: CC BY-SA 4.0 Dontworry
Das rotierende Lokal auf dem alten Henninger-Turm war Kult. Jetzt möchte Christian Mook mit seinem „Progressive German Vintage Cuisine“-Konzept „Franziska“ an den alten Ruhm anschließen.
Trotz sehr mittelmäßiger Küche: das alte Restaurant im 2013 abgerissenen Henninger-Turm war einfach Kult. Dieses Jahr kehrt das ehemalige Wahrzeichen als neuer Wohnturm über Sachsenhausen zurück. Dabei soll auch die Gastronomie in der fassförmigen Spitze wiederbelebt werden. Federführend ist diesmal die Mook-Gruppe, die heute nicht nur das Restaurant vorgestellt hat, sondern unter dem länglichen Titel „Progressive German Vintage Cuisine“ gleich ein ganz neues Küchenkonzept verspricht.

Das neue Restaurant soll Franziska heißen. Namenspatin ist die Großtante von Christian Mook, die ihr Haus am Fuße des alten Henninger-Turms hatte. Diese habe „Virtuos alle Facetten der Kochkunst beherrscht“, schwärmt die Pressemitteilung und stellt die Dame als „wahre Pionierin der Fusionsküche“ vor. „Sie belegte Beispielsweise Pizza mit Ahler Wurscht, servierte hausgemachte Ravioli mit Handkäsfüllung oder backte ihre Holunderblüten im Tempura-Teig aus. Sie sprühte förmlich vor Ideen und überraschte die Familie ständig mit neuen und originellen Kreationen“, schwärmt die Presseabteilung. Statthalter dieser frühen Fusion-Poetin am Herd soll Küchenchef Frank Möbes werden. Der ehemalige Sous-Chef des Tigerpalastes hat zuvor schon dem Mon Amie Maxi zur Pole Position unter Frankfurts Bistros und Brasserien im aktuellen FRANKFURT GEHT AUS verholfen hatte.

Die Mook-Gruppe verspricht, hier oben auf 140 Metern Höhe gleich drei aktuell heiße Food Trends zu vereinen: Rooftop-Dining ist bei der Location keine Überraschung. Das Gastro-Konzept mit dem sperrigen Namen „Progressive German Vintage Cuisine“ passt zum aktuellen Trend der Wiederentdeckung der Regionalküchen. Spannend ist aber auch das Interieur. Um den Kern des Turmes soll sich ein „runder und komplett offener Küchentresen schmiegen.“ Das heißt, wenn die Gäste in die eine Richtung gucken, haben sie großes Panorama; blicken sie in die andere, können sie ihrem Essen bei der Zubereitung zuschauen. Im Unterschied zum alten Restaurant im Henninger Turm soll Franziska sich nicht auch noch zusätzlich um die eigene Achse drehen. Das ist dann vielleicht eine gute Nachricht, sonst würde bei der ganzen Hin- und Herguckerei am Ende noch ein Schleudertrauma drohen.

Wann es losgeht? Darüber schweigt die Pressemitteilung noch. Es heißt „demnächst“ werde man die „imposante Fassspitze des neuen Henninger Turms gastronomisch bespielen“. Man darf gespannt sein, was und wann da in nächster Zeit noch passiert.
13. September 2017
jps
 
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