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Sra Bua
Genuss Magazin Frankfurt
Restaurant-Empfehlung des Tages
– heute aus RHEIN-MAIN GEHT AUS!
Die Neueröffnungen, Exklusiv, Die Edlen
Sra Bua
Foto: BallComm
Eines der spannendsten Restaurantkonzepte im ganzen Rhein-Main-Gebiet kann man seit drei Jahren im runderneuerten Kempinski Gravenbruch erleben. Auf den ersten Blick möchte man das Sra Bua dem Trend zur pan-asiatischen Küche, also einer Art „Best of...“ der Küchen Japans, Thailands und Vietnams zuordnen, aber das wäre hier zu kurz gegriffen. Die Basis der Küche ist durchaus europäisch im Sinne der klassischen Haute Cuisine oder Sterneküche. Daher ist es nur konsequent, dass Kempinski die Sra Bua-Restaurants von etablierten Sterneköchen konzipieren lässt – im Adlon in Berlin war das Tim Raue, hier in Gravenbruch war es der Drei-Sterne-Koch Juan Amador. Der ist Ideen­geber, aber nicht Küchenchef. Diesen Job macht seit 2015 Simon Prokscha, der uns schon im letzten Jahr mit seinem Können begeisterte. Es geht also um euro-asiatische Fusion Cuisine auf höchstem Niveau. Die wird präsentiert in Form des Sra Bua-Menüs in sieben Gängen für 129??€ oder alternativ beim Signature Menu in fünf Gängen für 79??€, wobei das in beiden Fällen ein bisschen geschummelt ist, weil sowohl die (reichlichen) Grüße aus der Küche als auch die (reichlichen) Petits Fours als Gang mitgezählt werden. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das Angebot aber mehr als in Ordnung, denn außer hervorragendem Essen gibt es auch noch einen exzellent geschulten, freundlichen und aufmerksamen Service, wie sich das in einem Fünf-Sterne-Hotel gehört, dazu ein schickes Ambiente und bei schönem Wetter eine Terrasse mitten in der großen Gartenanlage. Ein zusätzlicher Bonus: Hier können die Eltern schlemmen und trotzdem den Nachwuchs mitnehmen, der wird nämlich mit Wiener Schnitzel aus der Karte des Haupt-Hotelrestaurants nebenan auch im Sra Bua ganz selbstverständlich mitversorgt. Es geht auch schon los, in beiden Menüs mit sechs kleinen Köstlichkeiten. Dabei wird sogar die minderjährige Schnitzelfraktion mitversorgt – eine nette Geste. Ein feines Beef Tatar ist dabei, ein Schlückchen aromatische südostasiatische Suppe, ein frittierter Hahnenkamm (die Kinder schreien, aber nur Mut, sehr köstlich, doppelte Portion für die Erwachsenen) und im Dim-Sum-Schälchen werden Entenbällchen gereicht. Die müssen sehr gut gewesen sein. Mehr kann an dieser Stelle dazu leider nicht gesagt werden – die Kinder waren schneller und fischten diese Leckerei so flott aus allen Körbchen, dass wir selbst nichts zu berichten haben. Im Signature Menu geht es – wie passend – mit Parfum de Siam – dem Signature Dish des Restaurants weiter. Der Saibling mit Shiitake und Limette ist köstlich, wurde aber schon in den Vorjahren von uns ausführlich beschrieben und gelobt. Im großen Menü kommt eine Jakobsmuschel mit Rettich und geeister Beurre Blanc, und das ist gleich zu Beginn wieder so ein kreativer Paukenschlag, mit dem der Küchenchef seine besondere Klasse unterstreicht. Der Rettich übernimmt zusammen mit der Würzung den asiatischen, die geeiste Beurre Blanc den europäischen und gleichzeitig innovativen Part auf dem Teller – zusammen mit der perfekt gegarten Jakobsmuschel ein genialer Einstieg. Auch die nächsten drei Variationen zum Thema Seafood machen richtig Spaß. Im kleinen Menü gibt es Kabeljau mit Ingwer, Chili und Lauch, im großen eine Garnele mit Kalbskopf, Wasabi und grünem Apfel und einen Wels mit Papada (einem besonders zarten Stück vom Schweinekinn), Koriander und grünem Spargel. Beim Kabeljau zeigt Prokscha, wie man klassisch-europäische Fischküche durch sensiblen Umgang mit asiatischen Aromen verfeinert. Sowohl bei der Garnele als auch beim Wels kommt durch die gelungene Kombination von Krustentier/Fisch mit Kalb/Schwein noch eine weitere Dimension dazu. Das Ergebnis sind Kreationen, die neu und eigenständig sind. Geschmacklich sind sie aber mit sicherer Hand kombiniert und weniger gewagt, als sie klingen, sondern spannend und gut ausbalanciert – beim Fleischgang im großen Menü war das nicht anders. Mit einem Augenzwinkern auf der Karte als „Oma Kuh“ annonciert, serviert uns Prokscha zwei herrlich-dunkelrote Tranchen eines Rindviehs, das sich mindestens 10 Jahre auf einer Weide seines Rinderdaseins erfreuen konnte, bevor seine Einzelteile in der Küche des Sra Bua landeten. Solche Fleischqualitäten, die man bislang hauptsächlich im Baskenland (Txogitxu) genießen konnte, setzen sich auch hier mehr und mehr durch. Unsere Oma-Kuh soll sogar aus örtlichen Beständen stammen, wie der kundige Service berichtet. Das Fleisch ist ungemein aromatisch, gleichzeitig zart, und der asiatische Jus mit Soba und Ei passt wunderbar dazu. Selbst die Desserts können diesmal überzeugen, allen voran die köstlich süß-sauer-pikante Kombination aus Valrhona-Schokolade, Zitronen-Eisenkraut und Rhabarber. Gerade für uns Kritiker ist es schön, Abende zu erleben, bei denen es nichts zu kritisieren gibt, es ist auch selten genug der Fall. Wenn dazu noch eine Küche kommt, die aufregend und spannend auf höchstem Niveau agiert und dabei ohne wilde Experimente auskommt –
chapeau.
Peter Eckard
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Location Facts
Adresse: Graf-zu-Ysenburg-und-Büdingen-Platz 1, 63263 Neu-Isenburg Neu-Isenburg - Gravenbruch
Telefon: 069/38988660
Kreditkarten: AE/MC/VI/ec-cash
Mail: srabua.frankfurt@kempinski.com
Home: www.kempinski.com
Kapazität: 48 Sitzplätze drinnen 32 Sitzplätze draussen
Öffnungszeiten: Mo/So Ruhetage, Di–Sa 18–23 Uhr
Parken:
RMV: Gravenbruch Forsthaus
Küche: Die Neueröffnungen,
Exklusiv,
Die Edlen
 

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