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Nihonryori Ken
Unter Kennern gilt die japanische Küche als die beste, teuerste und anspruchsvollste auf diesem Planeten. Eine Top-Adresse in Tokio ist seit Jahren das Nihonryori-Ryugin. Wenn man dort selbst schon an einer Reservierung gescheitert ist, wird man natürlich hellhörig, wenn ein Restaurant mit ähnlichem Namen in Frankfurt eröffnet. Das Restaurant selbst ist typisch japanisch in betont sachlich-strengem zurückhaltenden Stil eingerichtet; auf Deko-Elemente wird ganz verzichtet. Das Kaiseki-Abendmenü in 9 Gängen (11 mit Starter und Gebäck) kostet 88€ und ist damit im Vergleich zu Tokio und sogar mit Blick auf eine typische Rechnung in einem der besseren Frankfurter Japaner im Grunde ein Schnäppchen. Als Starter gibt es zart frittierten Sesamtofu mit Shiso-Kresse und tatsächlich schafft es schon dieser gelungene erste Happen uns gefühlt direkt nach Tokio zu beamen. Es folgen gedämpfte Bambussprossen mit Blättern von japanischem Pfeffer, Miso, Rapsblüten, einer in Soja gegarten Sardine, geschmortem Tintenfisch, und zart geschmorten Ochsenbäckchen, und da in Japan gerade Sakura – die Zeit der Kirschblüte – alle in Verzückung versetzt, ist es eine Selbstverständlichkeit für die Küche, in vielen Gängen einen Bezug dazu herzustellen. Auf diesem Teller ist das die Aufgabe der pikanten Rettichgurke, die Rosa eingefärbt wurde. Die feinen Aromen der nun folgenden Seebarsch-Suppe, verfeinert mit einer besonderen Ingwer- und einer japanischen Zwiebel-Sorte erschließen sich dem westlichen Gaumen so richtig erst beim dritten Schluck. Nach der Suppe folgt das Sashimi von der Meerbrasse und vom Thunfisch – Top-Qualität, von Meisterhand geschnitten, zergeht auf der Zunge. Meisterhaft auch die in heißem Wasser vorsichtig angegarten aber eben nicht gekochten Garnelen. Danach folgt traditionell Frittiertes – in unserem Fall hocharomatisches iberisches Schweinefleisch mit Shiso und eingelegter Pflaume. Die nächsten zwei Gänge sind nichts für Anfänger; zeigen aber die hohe Authentizität der Küche: Ein Stück über Nacht getrocknetes Schollenfilet mit süß eingelegter Essig-Schalotte ist eine Herausforderung für Europäer – ebenso wie die folgende Meeresschnecke mit Frühlingsgemüse in einem beeindruckenden Gelee aus Apfelessig. Nur Mut - es sind alles nur Probierportionen und Sie müssen nicht alles auf Anhieb mögen. Ganz anders der erste Hauptgang: Feine Scheiben vom Entrecote Sukiyaki sind ein japanischer Klassiker, der wirklich jedem schmeckt (Vegetarier ausgenommen) und hier perfekt gelingt. Der zweite Hauptgang ist wieder eine Verneigung vor der Kirschblüte: Die winzigen, aber hocharomatischen Sakura-Garnelen heißen so, weil es sie nur zur Zeit der Kirschblüte gibt. Eine Delikatesse, die wir bisher noch auf keiner Frankfurter Speisekarte entdeckt haben. Ein solches Restaurant in Frankfurt zu eröffnen ist ebenso mutig wie lobenswert. Domo arigato, Ken-San.
Location Facts
Adresse: Wallstraße 22, 60594 Frankfurt am Main
Telefon / Vorverkauf: 069/97694660 /
Mail: reservierung@ken-japan.de
Home: http://www.ken-japan.de
Open: Mo Ruhetag, Di–Sa 18–22.30 Uhr, So 12–14 Uhr
RMV: Elisabethenstraße
Behindertengerecht: Nein

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